Studie belegt Bedeutung der Kinderbetreuung für sozialen Ausgleich – Matschie warnt vor weiterer Ungerechtigkeit

Christoph Matschie fordert einen weiteren Ausbau der Bildung und
Betreuung von Kindern in Thüringen. „Dieter Althaus hat in den vergangenen beiden Jahren 50 Millionen Euro bei Kindergärten und -krippen gestrichen. Das war falsch. Wir brauchen eine gute Betreuung.“ Der Vorsitzende der SPD-Fraktion verweist dabei auf eine aktuelle Studie, die den Zusammenhang von frühkindlicher Bildung und späteren Schulerfolg belegt.

„Dieter Althaus setzt mit seiner Politik die Chancen unserer Kinder aufs Spiel. Kinder, die frühzeitig gefördert werden, schaffen besser den Sprung auf das Gymnasium. Soziale Nachteile werden dabei ausgeglichen. Das sind die brandaktuellen Ergebnisse der Bildungsforschung“, verdeutlicht Christoph Matschie. Er verweist dabei auf die Studie der Bertelsmann Stiftung zum volkswirtschaftlichen Nutzen von frühkindlicher Bildung in Deutschland, die heute veröffentlicht wurde. In der Analyse zeigt sich, „dass sich die Bildungschancen der Kinder aus benachteiligten Verhältnissen aufgrund des Krippenbesuchs stärker verbessern als diejenigen der Kinder aus nichtbenachteiligten Verhältnissen. Die Verbesserung der Wahrscheinlichkeit, das Gymnasium zu besuchen, beträgt bei den benachteiligten Kindern rund 65 Prozent, währenddem die Verbesserung bei den nicht benachteiligten Kindern 38 Prozent beträgt.“

„Die Thüringerinnen und Thüringer kritisieren, dass der Schulerfolg sehr stark von der sozialen Herkunft abhängt. Eine gute frühkindliche Bildung kann da helfen, wie uns die Bertelsmann-Studie erneut vor Augen führt. Deswegen müssen wir in gute Bildung und Betreuung wieder stärker investieren“, betont Matschie. Er fordert den Thüringer Ministerpräsidenten auf, die aktuelle Diskussion und den Wunsch der Thüringer nach einer besseren Kinderbetreuung zur Kenntnis zu nehmen. „Wir können uns die CDU-Familienpolitik aus dem vorigen Jahrhundert nicht weiter leisten.“

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