Thüringen braucht verbindliche Klimaziele. CDU mauert.

„Thüringen braucht endlich verbindliche Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Energieeinsparung“, das fordert Christoph Matschie anlässlich des Besuchs des ehemaligen Bundesumweltministers Klaus Töpfer in Erfurt: „Töpfer hatte noch Ziele und kämpfte für einen besseren Umweltschutz. Das was die CDU heute auf diesem Feld bietet, ist nur noch traurig.“

„Die CDU mauert im Landtag seit mehr als einem Jahr bei konkreten Klimaschutzzielen und einem Thüringer Aktionsplan. Die Quittung dafür stellte die renommierte Zeitschrift GEO aus. Bei der Frage nach der Strategie zum Klimaschutz belegt die Landesregierung von Dieter Althaus den letzten Platz“, so der Vorsitzende der SPD-Fraktion im Thüringer Landtag mit Verweis auf die Studie „Deutschland im Test? Was leisten die 16 Bundesländer für den Klimaschutz“ aus dem November 2007.

Matschie drängt auf eine zügige Beratung einer entsprechenden SPD-Initiative. Am kommenden Freitag findet dazu eine öffentliche Anhörung des Umweltausschusses mit Vertretern verschiedener Interessengruppen statt. „Es kann nicht so bleiben, dass das grüne Herz Deutschland kein einziges Programm zur Förderung von erneuerbaren Energien mehr hat. 2006 hat Dieter Althaus den letzten Restposten im Landeshaushalt zusammengestrichen“, kritisiert Matschie und warnt davor, die günstige Ausgangsposition Thüringens bei der Nutzung der erneuerbaren Energien langfristig auf Spiel zu setzen, „weiteres Nichtstun wird sich rächen.“

Matschie setzt sich dafür ein, die Potenziale bei der Nutzung der erneuerbaren Energien in Thüringen zu analysieren und daraus verbindliche Ziele für die Politik abzuleiten. „Einen Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch von deutlich über 30 % für das Jahr 2020 ist realistisch. Wir müssen es nur wollen.

Veröffentlicht am
Kategorisiert in Umwelt

Schreibe einen Kommentar