Trend bei Existenzgründungen jetzt nicht abwürgen

Mit Blick auf die beginnende Debatte im Bundesrat über die Handwerksordnung fordert Christoph Matschie, Landesvorsitzender der SPD Thüringen, die CDU-Landesregierung auf, die positive Stimmung bei Existenzgründungen jetzt nicht abzuwürgen.

„Die Ich-AG stößt auf großes Interesse. Mittlerweile haben mehr als 1000 Thüringerinnen und Thüringer den Mut gefasst, sich auf diese Art selbständig zu machen. Das Arbeitsamt prognostiziert weiter wachsendes Interesse.

Die neue Handwerksordnung, die morgen auf der Tagesordnung des Bundesrates steht, kann zusätzlichen Raum für neue Jobs in Thüringen schaffen. Nur wirklich gefährliche Gewerke sollen auch in Zukunft der Meisterpflicht unterliegen. Ansonsten wird der Meister zum Qualitätssiegel, schränkt aber nicht mehr die Berufsausübung völlig ein.

Eine moderne Handwerksordnung, die Wege in die Selbständigkeit ebnet, die Kundenfreundlichkeit erhöht und Schwarzarbeit einschränkt, braucht die Unterstützung der Länder.

Die Thüringer Landesregierung kann jetzt im Bundesrat unter Beweis stellen, dass sie zu ihrem Wort steht, dringend nötige Strukturreformen mitzutragen.

Wir dürfen den positiven Trend bei den Existenzgründungen nicht abwürgen. Eine entsprechende Reform der Handwerksordnung ist mehr als überfällig. Es war bereits ein Fehler, ein antiquiertes Regelwerk in die neuen Länder zu übertragen. Das hatte fatale Konsequenzen für die Gründungsdynamik.

Das einseitige Nein zur Aufhebung des Meisterzwangs, dass bisher von der Landesregierung zu vernehmen ist, hilft nicht weiter.“

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