Ungünstige Bedingungen in Thüringen bei frühkindlicher Bildung – Matschie fordert schnelle Abhilfe

SPD-Fraktionschef Christoph Matschie sieht sich durch die jüngst veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung zur frühkindlichen Bildung in seiner Kritik an der Landesregierung voll bestätigt. Die Studie belegt, dass beim Personalschlüssel Thüringen einen der schlechtesten Werte aller Bundesländer aufweist.

Während ein Schlüssel von 1:3 bei Kindern unter drei Jahren empfohlen wird, kommt Thüringen auf einen Wert von nur 1:6,5. Bei Kindern über drei Jahren bis zum Schuleintritt sollte die Quote 1:7,5 sein, Thüringen bringt es nur auf einen Wert von 1:12,1.

„Diese miserablen Werte sind eindeutig das Ergebnis einer völlig verfehlten Politik der Regierung Althaus. Jetzt werden die Schwächen der Familienoffensive und die Auswirkungen der Kürzungen um 70 Millionen Euro für Kindergärten deutlich“, erklärte Matschie.

Die SPD-Fraktion fordere seit langem eine bessere Finanzierung der Kindergärten und eine Aufstockung des Personals. Sie habe dazu einen Gesetzentwurf im Landtag eingebracht. In der damit verbundenen Anhörung hätten alle Experten bestätigt, dass der Personalschlüssel in Thüringen als nicht ausreichend zu bezeichnen sei.

Christoph Matschie kündigte an, weiter massiven Druck auf die Landesregierung ausüben zu wollen, damit sich endlich etwas bewege. „Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie die Landesregierung die Zukunft unserer Kinder durch Untätigkeit und falsche Signale gefährdet.“

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