Weichenstellungen für moderne Bildungspolitik

Der Thüringer Landtag hat in dieser Woche maßgebliche Weichenstellungen in der Bildungspolitik vorgenommen. Am Mittwoch beschloss das Thüringer Parlament mit den Stimmen der Koalition das neue Thüringer Schulgesetz.

Thüringens SPD-Chef und Kultusminister Christoph Matschie äußerte sich zufrieden: „Die Thüringer Gemeinschaftsschule bringt einen wichtigen Impuls für unsere Schullandschaft. Mit ihrer Einführung stoßen wir die Tür zum längeren gemeinsamen Lernen auf. Es ist nach der jüngsten Pisa-Studie auch eine wichtige Weichenstellung für die weitere Verbesserung des Unterrichts an unseren Schulen.“

Mit dem neuen Schulgesetz wird somit ein entscheidender Schritt zu längerem gemeinsamen Lernen vollzogen. „Dies ist ein Schritt zu mehr Chancengerechtigkeit in der Bildung“, so Christoph Matschie.

Darüber hinaus wurden u.a. eine Vollzeitschulpflicht von 10 Jahren, die Möglichkeit zur Ganztagsbetreuung in den Klassen 5 und 6 in allen Schularten und eine gesetzliche Verankerung der individuellen Förderung beschlossen.

Am heutigen Freitag wurde zudem das Gesetz zu Schulen in freier Trägerschaft beschlossen. „Qualität und Vielfalt der freien Schulen in Thüringen sind gesichert. Der Freistaat steht zu seiner Verantwortung für ein plurales Bildungssystem und fördert die freien Träger weiterhin angemessen“, so Matschie nach der Verabschiedung.

Das Gesetz beinhaltet auch die generelle Absenkung der Fördersätze im allgemein bildenden Bereich von 85 auf 80 Prozent der entsprechenden staatlichen Ausgaben. Im Bundesweiten Vergleich liegt Thüringen mit den neuen Sätzen immer noch im vorderen Bereich der Förderung.

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