Zügige Verwaltungs- und Gebietsreform

Althaus soll sich zügiger Verwaltungs- und Gebietsreform nicht länger verweigern – Verzögerungstaktik schadet dem Freistaat

„Althaus ist gewählt worden, um die Probleme des Landes zu lösen – und nicht, um sie aufzuschieben“, sagte Christoph Matschie am Montag in Erfurt. Der SPD-Fraktionsvorsitzende verwies auf zahlreiche vollmundige Erklärungen des thüringischen Ministerpräsidenten, mit denen er auf Bundesebene immer wieder durchgreifende Reformen eingefordert habe.

„In Thüringen agiert Althaus dagegen wie ein Hasenfuß“, sagte Matschie und warf dem Ministerpräsidenten vor, sich vor wichtigen Zukunftsentscheidungen zu drücken.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende erneuerte seine Forderung nach einer effizienten Verwaltung und einer größeren Gebietsstruktur für den Freistaat: „Wir müssen Thüringen fit für die Zukunft machen.“

Nach Angaben des Landesamtes für Statistik verliert Thüringen pro Tag mehr als 50 Einwohner. Wissenschaftler prognostizierten, dass sich bis zum Jahr 2050 die Einwohnerzahl Thüringens halbiere. Laut „Thüringen-Monitor 2004“ sehen über 90 Prozent der befragten Thüringerinnen und Thüringer bereits jetzt in der künftigen demografischen Entwicklung ein großes oder gar sehr großes Problem und erwarten von der Politik passgerechte Antworten.

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