Wofür unsere Sprache keine Worte hat

„Wofür unsere Sprache keine Worte hat“ mit diesem Zitat von Primo Levi beschrieb SPD-Landeschef und Vize-Ministerpräsident Christoph Matschie die immer wieder aufs Neue erschütternden Zeitzeugenberichte der Überlebenden von Buchenwald anlässlich des 67. Jahrestages der Befreiung.

Die Überlebenden zeigten sich ihrerseits besorgt über den Rassismus in Europa. Der Präsident des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora Bertrand Herz, nannte die Neonazi-Mordserie der NSU-Terrorgruppe in Deutschland, den Überfall auf eine jüdische Schule in Frankreich und sich häufende Übergriffe auf Roma als aktuelle Beispiele. Er forderte die Politik im Namen der KZ-Überlebenden auf, sich dieser Entwicklung entgegenzustellen.
Christoph Matschie betonte in seiner Rede, dass an den Schrecken von Buchenwald erinnern, auch heißt, dass wir für die Zukunft lernen. Er betonte zudem, dass ein Leben in Freiheit und Demokratie, dass die Einhaltung von Grundrechten keine Selbstverständlichkeit ist. Dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte Werte sind, die immer wieder erstritten werden müssen. Und dass Freiheit, Demokratie und Menschenrechte den Einsatz lohnen.

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